29. Oktober 2019

Bill Gates 'Blog: Gebäude sind schlecht für das Klima. Folgendes können wir dagegen tun.

GatesNotes - 28. Oktober 2019

Neben dem Verkehr und dem Wetter sprechen wir Seattleiter gerne über alle Bauarbeiten in unserer Stadt. Die Skyline der Innenstadt ist voller Kräne und es scheint, als würde das Gebäude niemals aufhören. Bis Ende des Jahres werden allein in der Innenstadt von Seattle 39 neue Projekte abgeschlossen sein, und es ist geplant, in den nächsten zwei Jahren mehr als 100 weitere Projekte fertigzustellen.

Seattle ist kaum allein. Mit zunehmender Weltbevölkerung boomt das städtische Gebiet auf der ganzen Welt, und das bedeutet, dass immer mehr Gebäude entstehen. Nach einer Schätzung wird die Welt bis 2060 2 Billionen Quadratmeter Gebäude hinzufügen - das entspricht der monatlichen Errichtung eines weiteren New York City für die nächsten 40 Jahre.

Diese Statistik enthält gute und schlechte Nachrichten. Die gute Nachricht ist, dass das Leben in der Stadt im Allgemeinen einer höheren Lebensqualität entspricht - Sie haben Zugang zu besseren Schulen, Gesundheitsversorgung und Arbeitsmöglichkeiten. Die schlechte Nachricht ist, dass die Gebäude selbst einen großen Beitrag zum Klimawandel leisten und einer der fünf Bereiche, in denen wir viel Innovation vorantreiben müssen, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Gebäude für Treibhausgase verantwortlich sind. Die erste ist die Bauphase: Gebäude bestehen aus Beton und Stahl, die beide bei ihrer Herstellung viel Emissionen verursachen. Tatsächlich machen diese beiden Materialien rund 10 Prozent der jährlichen Treibhausgase der Welt aus. Und im Moment haben wir keine praktischen Möglichkeiten, eine davon herzustellen, ohne Kohlendioxid freizusetzen.

Diesen Sommer schrieb ich über eine Firma namens Boston Metal (die ich durch Breakthrough Energy Ventures finanziell unterstützt habe), die versucht, dies zu ändern, indem sie einen Weg entwickelt, kohlenstoffarmen Stahl mit Elektrizität anstelle von Kohle herzustellen. Das folgende Video zeigt ein Unternehmen namens CarbonCure, in das BEV ebenfalls investiert hat. CarbonCure hat einen cleveren Ansatz, um Kohlendioxid in Beton zu injizieren.

Aber was wäre, wenn Etiketten nicht nur zeigen würden, wie energieeffizient etwas ist, sondern wie viele Treibhausgasemissionen es verursacht? Das ist die Idee hinter dem Verkörperter Kohlenstoffrechner im BauwesenHier erfahren Sie, wie viel Kohlenstoff zur Herstellung von Stahl, Zement und anderen Materialien verwendet wurde, die von Unternehmen hergestellt wurden, die diese Informationen freiwillig zur Verfügung stellen. Diese Daten werden in den kommenden Jahren noch wichtiger sein. Derzeit stammen 80 bis 90 Prozent der Emissionen aus dem Betrieb des Gebäudes während seiner gesamten Lebensdauer. Da wir jedoch sauberere Stromquellen nutzen und Gebäude effizienter gestalten, werden die Emissionen aus Baumaterialien einen größeren Anteil an der Gesamtemission ausmachen.

Ein weiterer Schritt, der helfen wird, besteht darin, dass sich Unternehmen und Regierungen dazu verpflichten, kohlenstoffarme Materialien für ihre Bauprojekte zu kaufen. Kalifornien hat beispielsweise eine neue "Buy Clean" -Richtlinie, und Microsoft hat das Ziel, den eingebetteten Kohlenstoff um 15 bis 30 Prozent zu reduzieren, wenn ein Teil seines Hauptsitzes in Redmond, WA, wieder aufgebaut wird.

Schließlich können wir unsere Bauvorschriften stärken, um sicherzustellen, dass Gebäude nicht nur energieeffizient sind, sondern auch aus kohlenstoffarmen Materialien bestehen. Leider erschweren einige Regeln die Verwendung dieser Materialien. Wenn Sie beispielsweise Beton in ein Gebäude einbringen möchten, definiert die Bauordnung möglicherweise die genaue chemische Zusammensetzung des Zements, den Sie darin verwenden können. Aber dieser Standard kann emissionsarmen Zement ausschließen, selbst wenn er genauso gut funktioniert wie herkömmlicher Zement. Offensichtlich möchte niemand, dass Gebäude und Brücken einstürzen, weil wir unsere Codes zu sehr gelockert haben. Wir können jedoch sicherstellen, dass die Standards die neuesten technologischen Fortschritte und die Dringlichkeit widerspiegeln, emissionsfrei zu werden.

 

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